DAS PROJEKT DAISYWORLD

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13. NOVEMBER 2017 - Injoest und Workshopteilnehmer/innen

001zu Besuch im Wilhelmsburger Geschirr-Museum und in der Daisyworld.at

Im Frühjahr startete die Workshopreihe zum Top Citizen Science-Projekt „Unsere vertriebenen Nachbarn“ vom Institut für jüdische Geschichte Österreich (Injoest) im Hippolythaus St. Pölten, bei denen alle Interessierten eingeladen waren, daran teilzunehmen und mitzuwirken.

Neben Vorträgen von unterschiedlichen geladenen Rednern, wurden im Zuge dieser Workshops den Teilnehmer/innen Infos zu neuen möglichen Quellen gegeben und Fragen beantwortet. Hilfreich stand dabei das qualifizierte Mitarbeiterteam von Injoest unter der Leitung von Frau Dr. Keil sowie den wissenschaftlichen Mitarbeitern Dr. Christoph Lind und Philipp Mettauer zur Verfügung.
Am Donnerstag, den 9. November 2017 fand die Schlussveranstaltung statt, welche mit einem Gedenken an die vernichtete jüdische Gemeinde in St. Pölten bei der Synagoge begonnen wurde und im Bildungshaus Hippolyt fortgesetzt wurde. Mit dabei war auch Martina Fink vom Wilhelmsburger Geschirr-Museum, die die Workshops dazu nutzte, die jüdische Vergangenheit der Familie Bandion/Matusch/Pilpel aus Wilhelmsburg aufzuarbeiten und einen Einblick in ihre Forschungsarbeit geben konnte. Auch die gebürtige Wilhelmsburgerin Tina Frischmann erzählte von ihren Forschungsergebnissen, sie arbeitet die Geschichte ihrer Vorfahren auf, die in der Färbergasse in Wilhelmsburg ein Geschäft betrieben hatten.
Als kleines Dankeschön für die tolle Betreuung durch das Injoest-Team sprach Martina Fink an die Leitung der Workshops, sowie an die Teilnehmer/innen, die regelmäßig bei den Workshops mit dabei waren, die Einladung ins Wilhelmsburger Geschirr-Museum aus.
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Am 13. November war es nun soweit und so konnte der interessierten Runde ein Einblick in die Geschichte der Wilhelmsburger Geschirr-Produktion und so auch die Hinweise zu den einstigen Fabriksbesitzern, der jüdischen Familie Lichtenstern/Lester, gegeben werden. Wilhelmsburg hat sehr viel dieser Familie zu verdanken, die über Jahrzehnte viele Arbeitsplätze in Wilhelmsburg ermöglicht hat, sehr sozial engagiert war, und während des Zweiten Weltkrieges emigrieren musste. Die Namensgebung vom Wilhelmsburger Fußballstadion (Lichtenstern-Stadion), der Lichtenstern Siedlung oder auch der Wohnhausanlage „Conrad Lester Hof“ erinnern an dieses Familie, die sehr viel zur Stadtentwicklung von Wilhelmsburg beigetragen hat.

Auch Manfred Schönleitner, Obmann des Vereins Wilhemsburger Geschirr-Museum sowie Mag. Roland Schwab, Obmann des Fördervereins "Freunde der Wilhelmsburger Keramik", begrüßten die Teilnehmer und nutzten die Gelegenheit für interessante Gespräche beim gemütlichen Ausklang im Museums Cafe.

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